Montag, 29. November 2010

Kurzbericht zum zweiten Spieltag - Viel gewollt, (fast) nichts bekommen...

Autsch - das war schmerzhaft. Die Erste der SG Lichtenberg hat uns 1:7 abgefertigt. Bei Betrachtung der Partien muss man leider zu dem Schluss kommen, dass die Niederlage auch in dieser Höhe gerechtfertigt war. In der gezeigten Form halte ich die Lichtenberger für einen ganz heißen Auftsiegskandidaten.

Nun zu den Einzelergebnissen in Kurzform. Dabei fange ich diesmal von hinten an, wo sich die Fronten recht schnell klärten:

Ersatzmann Ronald kämpfte gegen eine 300-Punkte-Übermacht und und geriet von Beginn an unter Druck. Im Zweispringerspiel kannte er die theoretische Fortsetzung nicht, worauf sein Gegner ein gefährliches Opfer brachte. Da Schwiegerpapa die zäheste Verteidigung verpasste, mündete das Ganze in ein trostloses Endspiel mit Minusbauer und kaputter Struktur. Evtl. hätte man noch klammern können, aber ein Läufereinsteller sorgte für ein schnelles Ende.

Uli musste an 7 als Erster aufgeben. In einer ausgeglichenen Stellung stellte er wohl kurzzügig eine Figur weg - das passierte so flott, dass ich es gar nicht richtig mitbekam.

Alex an der 6: Tja, die Zeitnot machte mal wieder Probleme... und in einer zweischneidigen Stellung kann das den Unterschied machen. Am Ende wurde jedenfalls wieder geblitzt, was die (Digital-)Uhr hergab. Nur um nach der Zeitkontrolle festzustellen, dass ein Turm fehlt.

Der Doktor spielte bis zu einem gewissen Zeitpunkt recht stabil. Im Endspiel sah ich die Initiative zwischenzeitlich sogar bei ihm, bis er mit einem "Maetzing-Opfer" einen wichtigen Bauern eingestellt haben muss. Der gegnerische Freibauer wurde soverän verwertet. So kam Hans-Dieter wenigstens nicht in die Verlegenheit, die im Voraus verschmähte Siegprämie ("Mit ner Flasche Bier holst du keinen Hund hinter dem Ofen hervor!") konsumieren zu müssen ;-)

Der Käptn hatte an Brett 4 ebenfalls 300 Punkte "Untergewicht". Es ergab sich eine spannende Partie, bei der bis zum Schluss alle drei Ergebnisse möglich waren. Erst im gegenseitigen Geblitze mit weniger als einer Minute Restbedenkzeit wusste ich die Stellung nicht mehr aufzulösen und musste aufgeben. Statt ...Dxg2+?? hätte das eiskalte ...a6!! den Tag (zumindest für mich) gerettet.

Ekkehard erwischte einen schwarzen Tag und ging im "weiblichen" Königsinder völlig unter. Seine Kontrahentin zögerte sogar noch, ob sie ihren Riesenspringer auf g3 gegen den Turm auf f1 tauschen soll. Schließlich tat sie es doch und wickelte sicher in ein gewonnenes Endspiel mit Mehrqualität ab.

Hilmar war der Lichtpunkt des Tages und rettete mit seinem Sieg gegen den starken Jungspieler Felix Nötzel einen Teil der Vereinsehre. Auch wenn der Figurengewinn vielleicht etwas glücklich war - er spielte furchtlos und konzentriert. Der Lohn war der einzige Punkt der Begegnung und die Verhinderung eines Desasters.

Am Spitzenbrett quälte sich Tomas durch ein gleichstehendes, aber eben nicht remises Endspiel. Erkältungsgeschwächt verlor er irgendwann den Überblick ("Ich habe heute gar nichts gesehen!") und erlaubte dem Gegner einen tödlichen Freibauern.

So... das war echt eine anstrengende Zusammenfassung. Vor allem, wenn man live dabei war. Darauf nehm ich jetzt erstmal einen Schluck...

Für die Nachbetrachtung sollten wir die Niederlage nicht zu schwer nehmen. 1:7 tut natürlich weh, aber die
Lichtenberger waren nun mal einfach überlegen. Mein Motto: Aus den individuellen Partien lernen, abhaken und den Blick nach vorne richten! In drei Wochen geht es zu den Schachfreunden Nord-Ost zum ersten echten Kellerduell! DANN will ich meine Jungs kämpfen sehen!!!

Dazu noch einige Bilder von Ulrich:






Eingestellt von Rudolf Lange
(Mannschaftsleiter der Ersten)