Montag, 1. November 2010

Hier war mehr drin....

Zum Saisonstart gleich die weiteste Reise, nach Zehlendorf, ach was, fast nach Teltow... gegen die Dritte der SV Königsjäger Süd-West. Bereits kurz nach halb 9 waren wir 4 Mann, alle hatten sich etwas früher auf die Socken gemacht, wegen der weiten Strecke und bei einigen wegen evtl. nicht fahrender Busse.
Nach einer ausführlichen Ansprache des Vereinsvorsitzenden von Königsjäger, ging es pünktlich los. Nur Jens-Ole fehlte noch. Er kämpfte noch mit dem ÖPNV, aber mach dir nichts draus, ein gewisser Tomas Segerberg kam bei seiner ersten BMM Partie für Narva (in Adlershof) auch zu spät ;-)
Das es heute ein schwerer Brocken werden würde, war schon beim Blick auf die DWZ Zahlen der Gegner klar, aber davon lassen wir uns nicht abschrecken. Und so wurde an allen Brettern hart gekämpft. Weil ich mit meiner Partie schwer beschäftigt war, z.w. mit der Zeit etwas in Bedrängnis war, konnte ich nicht alle Partien verfolgen. Darum nur kurz der Reihe nach:
Brett 1: Wesko zog schon im 2.Zug, im Halbschlaf, zu seiner eigenen Überraschung einen ihm ungewöhnlichen Zug. Er kam dadurch nicht in Nachteil, aber auch der Gegner war wohl kurz verwirrt. Im laufe der Partie konnte Wesko zeitweise leichten Vorteil bekommen, gab diesen aber schnell wieder ab, um dann ums Remis zu kämpfen.
Brett 2: Bei Ronald sah es auch lange nach einem Unentschieden aus, er fraß dann aber einen vergifteten Bauern....
Brett 3: Jörn konnte heute ein kleines Erfolgserlebnis verbuchen und einen halben Punkt einfahren. Nachdem es letztes Jahr bei ihm gar nicht lief, war er mit dem Remis zufrieden, auch wenn er eine Qualle mehr hatte. Jedoch barg die Stellung noch reichlich Gelegenheit für Patzer.
Brett 4: Jens-Ole konnte früh einen Bauern gewinnen und es sah nach einem vollem Punkt aus, aber er vergab den Vorteil in der Zeitnotphase und verlor die Partie noch.
Brett 5: Ich kämpfte lange Zeit, mit Minusbauern, gegen einen weit vorgerücktem Freibauern. Dabei musste ich viel Zeit investieren, kam aber durch Ungenauigkeiten meines Gegners wieder ins Spiel zurück und konnte den halben Punkt sichern.
Brett 6: Andreas hatte es mit einem starken Jugendspieler zu tun. Er versuchte immer wieder einen Vorteil zu erreichen, kam aber nirgendwo durch. Der Gegner verteidigte sich gut und brachte auch Andreas in Zeitnot. Am Ende verzockte Andreas sich mit diversen Damenschachs, ein Dauerschach war evtl. drin. Nach dem Abtausch der Damen bleibt sein König weit Abseits und der Gegner räumt seine Bauern weg und wandelt einen zur Dame um.
Brett 7: Bei Siegfried sah die Stellung immer ausgeglichen aus und so tauschten beide in ein Remissicheres Endspiel ab.
Brett 8: Andrej, unser Ersatz aus der 3., schlug sich tapfer und konnte eine halben Punkt besteuern. Dabei liefen auf dem Brett, auf beiden Seiten, immer wieder gefährliche Freibauern rum. Sie konnten jedoch alle immer eingefangen werden.
Das 2,5:5,5 sieh schlimmer aus, denn da war mehr drin. Leider konnten wir keinen vollen Punkt einfahren. In 4 Wochen geht es weiter...und es wird nicht leichter.

Thomas Mothes (Mannschaftsleiter der Zweiten)