Montag, 1. November 2010

Hätte, wäre, wenn...

... was der Präsident da so aufgeschrieben hat, trifft es ziemlich genau. Abseits der Bretter ist bei meinem ersten Einsatz als Käptn alles glatt gelaufen, darum komme ich direkt zu den Einzelergebnissen:

Unser Spitzenbrett kämpfte heute am längsten und verfolgte hartnäckig jede Siegchance. Da sein Kontrahent Detlef Just (DWZ 1864) im Läuferendspiel mit gegenseitigem Bauernsturm den Überblick verlor, wurde Tomas schließlich verdient mit dem vollen Punkt belohnt.

Stellung um den 45. Zug, Tomas' Gegner konnte nun mit Kb4! (ran an den gegnerischen Freibauern!) relativ leicht das Remis sichern und in einer giftigen Variante sogar auf Gewinn gehen! Er zog stattdessen Kc6?, worauf Tomas Bauern am Königsflügel fraß, seinen Läufer gegen den Freibauern opferte und selbst umwandelte!
Hilmar erarbeitete sich mit den weißen Steinen früh eine schöne Position, fand aber keinen direkten Ausheber. Nach dem Tausch der Leichtfiguren ließ sich im Turmendspiel kein Ungleichgewicht zu seinen Gunsten mehr herstellen. Remis.

Ekkehard - was soll man sagen? Lange gekämpft, am Ende doch verloren. Nach zwischenzeitlich aussichtsreicher Stellung musste er irgendwann mit Turm und vier (schwachen) Bauern gegen Dame und Bauer kämpfen. Remis wäre vielleicht drin gewesen, er spielte weiter auf Sieg - und verlor.

An Brett vier saß der Käptn höchstselbst und... Moment, ich muss mir erstmal einen neuen Tisch kaufen, hab grade die Kante zerbissen... Wenn ich die gewonnene Stellung gewonnen hätte, dann hätten wir nicht verloren...

Stellung nach dem 24. Zug, mit dem einfachen 25.The1 wäre der weiße Sieg nur noch eine Frage der Zeit.

Die gleiche Partie sieben Züge später...
Der Doktor hingegegen machte es umgekehrt und rettete eine verlorengeglaubte Partie. "Ich komme mit schwierigen Stellungen gut zurecht", meinte er hinterher zu mir. Das ist gut und diese Fähigkeit werden wir in der Saison sicher noch brauchen.

Alexander an sechs - ich machs als Telegramm: Erste 10 Züge in 35 Minuten STOP Aussichtsreicher Königsangriff STOP Noch 17 Züge zu spielen STOP 3 Minuten Restbedenkzeit STOP Aufgabe ENDE

Jens hatte den starken Wolfgang Will (DWZ 1810) gegenüber zu sitzen. Er freute sich noch, dass er gut aus der Eröffnung herausgekommen war, stand aber kurze Zeit später schrecklich passiv. Die Endstellung war ein Bild zum Gruseln... Heut ist Halloween!

Für einen Lichtpunkt sorgte Uli am letzten Brett, der die Sorgen der letzten Saison mit einem tollen Sieg wegwischte. Gratulation und Glückwunsch zum Matt in 28!

Insgesamt lautete das Ergebnis also 3:5. Ein wichtiges Spiel gegen den Abstiegs"konkurrenten" Zugzwang 2 abgegeben, das tut natürlich weh. Glückwunsch an die Gegner, und Dank für den sportlich fairen und reibungslosen Verlauf.

Und wir, Jungs, lassen die Köpfe nicht hängen. Am dunkelsten ist die Nacht vor Sonnenaufgang und die Punkte werden am letzten Spieltag gezählt. Weiter, immer weiter!

Rudolf Lange (Mannschaftsleiter der Ersten)