Unser letztes Heimspiel in dieser Saison konnten mit 5:3 siegreich gestalten.
Von Anfang an war zu spüren, daß wir mit einer gewissen Lockerheit in dieses Spiel gingen.
Der Klassenerhalt war bereits gesichert und nach ganz oben war der Abstand auch schon zu groß.
Anders unsere Gegner von SC Friesen Lichtenberg 4, die sich in akuter Abstiegsnot befanden.
Nach den Ergebnissen vom Sonntag dürfte dieser besiegelt sein, trotz eines engagierten Auftritts bei uns.
Die Anfangsphase der Partien konnte ich leider nur am eigenen Brett mitverfolgen. Immerhin!
Deswegen überproportional viel von meiner Partie. Ich war nach 1.e4 e5 2.Sf3 f5 bereits ab dem 3. Zug gefordert, denn diese Eröffnung hat man nicht alle Tage auf dem Brett. Nun gut - Lettisches Gambit also. Letztendlich bedeutete das allerdings, daß ich zwar formal noch die weißen Steine führen durfte, aber quasi wieder mit Schwarz spielen mußte, aber mit einem Mehrbauern.
Da mein Gegner die Eröffnung offensichtlich auch nicht so gut kannte, konnte ich nach dem 14. Zug bilanzieren: Qualitätsgewinn für mich (Turm gegen Springer), Mehrbauer, schwarzer Doppelbauer am Damenflügel. Dem gegenüber standen die Negativmomente: unterentwickelter Damenflügel und ein auf g4 vorgelockter Bauer aus der Königsstellung.
Jetzt hatte ich endlich mal die Gelegenheit, die anderen Bretter zu begutachten.
Brett 1 steckte noch in der Eröffnung fest, was an Tomas' Gegner lag, der für 10 Züge eine gute Stunde brauchte.
Hilmar an Brett 2 hatte bereits 2 gesunde Mehrbauern.
Brett 3 (Ekkehard) sah noch ausgeglichen aus.
Dieter an Brett 4 verfügte auch bereits über einen Mehrbauern.
Brett 5 war für mich schwer einzuschätzen. Alexander hatte schon etwas Zeit verbraucht. Sicher schien nur, diese Partie würde nicht Remis ausgehen.
Brett 7 - George mit ausgeglichener Stellung.
Gerhard an Brett 8 befand sich bereits im Endspiel gleichfeldriger Läufer: "Mein Gegner wird mir gleich Remis anbieten, aber ich werde ablehnen!"
Hilmar war es schließlich vorbehalten, den ersten Punkt einzufahren.
Es folgten Dieter (nach Turmgewinn/Qualität) und George mit vollen Punkten und Gerhard nun doch mit Remis.
In meiner Partie konnte ich noch längere Zeit eine vorteilhafte Stellung bewahren, bis ein zunächst kleinerer Fehler zu annäherndem Ausgleich führte und schließlich ein kapitaler Fehler zum Partieverlust durch Matt in 2 Zügen.
Alexander folgte mir auf dem Fuße, so daß es bei noch 2 laufenden Partien 3,5:2,5 für uns stand.
Ekkehard mußte um das Remis kämpfen und an Brett 1 kamen beide vor der Zeitkontrolle zum 40. Zug in eine Zeitnotphase, die schon fast zum Blitzen führte, aber das kann ja unser Blitzmeister, so daß auf einmal ein gewonnenes Endspiel entstand. 4,5:2,5.
Ekkehard konnte schließlich den letzten halben Punkt beisteuern. 5:3.
Nächsten Sonntag geht's zum designierten Aufsteiger nach Fredersdorf. Mit einer ähnlichen Leistung muß uns auch dort nicht bange sein. Jedenfalls werden wir keine Kräfte für das anschließende Bowling sparen!
Eingestellt von Jens Prädel (Mannschaftsleiter 1.Mannschaft)