Sonntag, 13. März 2011

Nachgetreten zum schwarzen Sonntag

Als capitano will ich dann auch mal meinen Senf zum gestrigen Tag abliefern - Freude hat es diesmal nicht gemacht. Die erfahrene Truppe des SC Rochade verpasste uns eine 6,5 : 1,5 - Klatsche und das völlig zu recht. Lediglich drei magere Remisen standen am Ende zu Buche - zur Einzelkritik:

Fang ich gleich mal bei mir an: Erst eine Minute vor 9 eingetrudelt, irgendwie noch verschlafen gewesen. In der Partie weitere Zeit verschlafen, einen halben Bauerneinsteller übersah der Gegner zum Glück. Das entstehende schlechtere Endspiel wollte er trotz Widerstands seines ML nicht mehr testen. Angesichts knapper werdender Zeit war ich mit der Punkteteilung ebenso zufrieden.

Alex schaffte nur 29 Züge bis zur ZÜ und analysierte auch danach noch fleißig weiter an seiner Stellung. Bitter, da er seine schöne Initiative in der Zeitnot kurzzügig wegschmiss.

Uli schob ein bisschen hin und her, konzentrierte sich aufs Verwalten und erklammerte sich ein Remis. Noch mit die beste Leistung an diesem Tag(!).

Der Dr. kämpfte früh gegen einen Minusbauern, musste aber bald die Waffen strecken. Beeindruckend hier die für mich (wasser-)dichte Verwertung durch den Gegner.

Jens fing gut an und ruinierte seine Stellung durch wechselnde Pläne und das Stehenlassen des Königs im Zentrum bei geöffneter c-, d- und e-Linie (!) und allen Schwerfiguren auf dem Brett(!!). Da musste sein Kontrahent nichts mehr rechnen...

Ekke konnte seinen Minusbauern diesmal nicht wegschwindeln und wurde im Endspiel fachgerechnet zerlegt. Die Verfolgung echter Remischancen habe ich nicht wahrgenommen...

Neuzugang George konnte beim ersten Einsatz trotz intensiven Endspielkampfs nicht punkten. Sein Wille zum Sieg war zwar deutlich zu sehen, gegen Ende war wohl die Konzentration raus. Sein Gegner, der im Berliner Schach bekannte Dagobert Kohlmeyer, nutzte den Moment der Schwäche optimal aus.

Zum Schluss machte auch el primero remis, der lange Zeit den Eindruck eines Gewinners machte. Sein Kontrahent Andre Jaeger verteidigte sich zäh, schachlich geht die Punkteteilung in Ordnung.

Anstrengend, dass nochmal zu durchleben... Beim 7 : 1 gegen die SG Lichtenberg war mehr Kampfgeist. Abhaken und in zwei Wochen gegen Friesen volle Konzentration! Dann ist Hilmar auch wieder dabei.

P.S.: Anbei noch ein paar Bilder - wenigstens das Wetter war okay :-)


Eingestellt von Rudolf Lange
(Mannschaftsleiter der Ersten)