Montag, 20. Dezember 2010

Wir machen uns die Weihnachtsgeschenke selbst......

.....nach den beiden Auftaktniederlagen wollten wir das Jahr mit einem Sieg beenden. Mit Queer Springer 3 reisten die DWZ-Stärksten der Staffel zu uns. Weil sich in deren Top 8 wohl einige "Karteileichen" bzw./und Aufrücker befinden, wurde bis jetzt immer stark aufgerückt.
Wir traten zum ersten mal in dieser Saison mit der "Stamm 8" an, also mit Chancen.
Die Wetterlage und Probleme mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (Ok, sagen wir S-Bahn ....) führten dazu, dass wir um 9 Uhr gerade so Spielberechtigt waren. Zu viert legten wir los, der Rest lief aber nach wenigen Minuten ein. Nur ein Queer Springer fehlte bis zum Schluss, was uns schnell in Führung brachte und Jörn wieder zurück zur Familie (in den letzten beiden Jahren erwischte es Jörn 4 mal!!). 1:0
Jens-Ole an Brett 4 gelang es, fast noch vor Jörn fertig zu sein, sein Gegner verlief sich im Spanier und gab nach 15 Zügen auf. 2:0
nach Lxd6 gab Schwarz auf

An den ersten beiden Brettern hatten Wesko und Ronald es mit der "Stammbesetzung" zu tun und damit zwei 1700er am Brett.
Ronald stand früh unter hohen Druck, konnte dann aber noch schöne Drohungen mit Springergabel aufbauen. Dann verzettelte er sich mit schlechten Verteidigungszügen und verlor. 2:1
An den Brettern ab 5 sah es dafür gut aus.
Marte machte schnell Druck mit einem frechen Freibauern auf der H-Linie. Nachdem er auch seine Türme in den Angriff eingeschaltet hatte, gab es kein entrinnen mehr für die Gegnerin. 3:1
Ich bot dann zwischendurch mal Remis an, um den Mannschaftssieg zu sichern, denn bei Andreas sah es auch schon richtig gut aus. Er hatte sich die Qualle gesichert und auch gutes Spiel auf die restlichen weißen Figuren. Nach dem Generalabtausch der Schwerfiguren blieb ein gewonnenes Endspiel für Andreas. 4:1
Mein Remisangebot wurde ignoriert/abgelehnt. Lange sah es auch weiter ausgeglichen aus, ich bekam dann einen Bauern geschenkt, hatte dafür aber etwas Probleme meine Bauern zusammen zu halten. Nach dem Abtauschen der "Problemkinder" und der Rückgabe des Mehrbauern, hatte ich einen starken Freibauern gebildet, der zum Partiegewinner wurde. 5:1
ich, Schwarz hatte eben La3 gezogen!

Sven spielte an 8 wieder sehr sicher und kämpfte sich durch ein kompliziertes Mittelspiel. Dabei erkämpfte er sich einen Bauern. Der Gegner machte es ihm dann jedoch noch leichter und stellte eine Figur ein. 6:1
Wesko an 1 hatte wie Ronald die schwerste Aufgabe. Er opferte mal einen Läufer für einen Angriff auf den König (den Fritz aber nicht für gut befindet), aber so schaffte er Probleme beim Gegner. In der Zeitnotphase zum 40.Zug kam Wesko sogar in Vorteil und hätte die Partie gewinnen können:
Schwarz am Zug, Matt in 10!
...Tf8+ 33.Ke2 Tf2+ 34.Ke1 Txh3 35.Lc1 Lxc1 36.b4 Ld2+ 37.Kd1 Sc3+ 38.Kc2 Lg5+ 39.Kb3 Sb5+ 40.Tg3 Txg3+ 41.Kc4 Tc2#

Nachdem er den Mehrläufer wieder abgegeben hatte, lehnte er ein Remisangebot ab und wollte das Endspiel gewinnen (Wesko hatte einen Bauern mehr, 2 verbundene Freibauern gegen einen einzelnen Freibauern).
Weiß am Zug

Wieder in Zeitnot gab er den Vorteil auch hier aus der Hand und verlor über die Zeit. Schade. Aber da wird dieses Jahr schon noch ein "Großer" fallen....
Am Ende also 6:2! Mit diesem Ergebnis hat sich die 2.Mannschaft ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht. Nun heißt es: Weiter so, in den nächsten beiden Runden müssen weitere Punkte dazu kommen.

Bericht von Queer-Springer SSV 3

Eingestellt von Thomas Mothes (Mannschaftsleiter)